Dat Waskewieweken bei
Hülschotten

 

Die Wegeverhältnisse nach und in
Hülschotten waren bis vor einem Jahr noch die allerschlechtesten.
Der Fußweg von Heggen ging über Sange, dann an der Weide des Bauern
Stipp entlang bis direkt an den Fuß des Höchsten. Dort kommt ein
munteres Wässerchen von links geplätschert. Das ist das
„Waskewieweken“. Bächlein und Mulde haben den Namen übernommen.
Das „Waskewieweken“ hockt dort und belästigt einsame Fußgänger,
besonders des Nachts. Die Leute hören den Spuk, die verzauberte
Waschfrau. Eiligst steigen sie den Berg hinan. Schweißtriefend
erreichen sie die Höhe. Wer es nur irgend einrichten kann, geht
nicht in der Dunkelheit dort vorbei. Auch am Tage verrät ein scheuer
Blick des Vorübergehenden, dass es dort „nicht stimmt“. Schon
manchen hat die verhexte Waschfrau in Angst versetzt.

 

Quelle: Schulchronik 1929,
Seite 71 (aufgezeichnet im Oktober 1927)

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